Angesichts der €-Krise ist es wohl das Beste, sein Geld in Sachwerte zu stecken oder zu konsumieren. Also schlage ich seit einigen Monaten bei Ebay zu und besorge mir günstig Schachbücher.
Der letzte Post beschäftigte sich mit dem Fehlerteufel und neben dem (erfolgreichen – dazu später mehr in Schachpsychologie) Meditieren ist das Taktiktraining im Vordergrund. Dazu nutze ich im Moment
John Nunn – 1001 deadly checkmates – Gambit Press 2011.
Nachdem ich 400 Stellungen gelöst habe: Es ist ein Buch für motivierte Anfänger und Klubspieler im unteren Bereich, (DWZ bis 1200), und für Trainer, die Material suchen.
Mit meiner (inoffiziellen, weil ich vereinslos bin) DWZ von etwa 1850 ist das Buch zu leicht. Geeignet ist es als Kontrolle zum Thema Konzentrationsfehler. Bisher habe ich etwa 8 Stellungen nicht fehlerfrei gelöst und etwa jede 25. Stellung muss ich länger als 30 Sekunden nachdenken. Nur einmal fand ich bisher eine Alternativlösung in der dem Buch entsprechenden Zugzahl.
Es gibt ein paar schöne Mattbilder, die ich so noch nicht kannte. Zu jeder Stellung ist die Partie angegeben. Die Stellungen sind mit einer Schätzung der Schwierigkeit verbunden, die ab und zu daneben liegt. Wie soll ein Meister vom Kaliber NUNN’s auch immer einschätzen können, was engagierten Anfängern schwer fällt?
Fazit: Ein solides Buch für jeden, der wenig Prosa mag und viele Stellungen durchgehen will. Engagierte Jugendliche und Anfänger kennen danach sicher fast alles, was an Mattbildern auf das Brett kommen kann.
Persönlich gefällt mir das alte Buch von Kurt Richter – “Schachmatt” besser. Es sind weniger Stellungen. Aber der Text ist gut geschrieben. Beide Bücher hintereinander sind sicher für die genannten Zielgruppen die ideale Quelle.

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